Autorin, Lauftrainerin, Extremsport-Fan – oder: Wie alles begann

Viele Jahre trug ich ihn einfach nur mit mir herum: Meinen Lebenstraum irgendwann – in weiter Ferne – selbst einmal Bücher zu schreiben. Dabei war die Leidenschaft stets präsent. Egal ob ich in der Kindheit massenhaft Bücher verschlang oder später meinen ersten Beruf als Bibliotheks-Assistentin danach auswählte.

Angefangen hat dann alles irgendwie ganz unerwartet. Im Sommer 2004 quälte ich mich frühmorgens aus dem Bett und fand mich um Punkt 7 Uhr am Start des IRONMAN Germany in Frankfurt wieder. Diese Energie, die mich dort in ihren Bann zog, war der Beginn meiner Leidenschaft zum Extremsport – und – über Umwege – der Auftakt meiner Tätigkeit als Autorin.

Ist Extremsport ansteckend?

Viele Jahre später beschrieb ich diesen Augenblick in meinem ersten Buch:

[…] „Ist Extremsport ansteckend? Ich schaue mich um: Die elektrisierende Mischung aus Mitfiebern und Anfeuern zieht alle Anwesenden in ihren Bann. Die Atmosphäre, die am frühen Morgen über der kleinen Badebucht südlich der Mainmetropole Frankfurt liegt, ist zum Zerreißen gespannt. Tausende Zuschauer haben sich eingefunden, um eines der wichtigsten sportlichen Großereignisse in der Region zu verfolgen.

Iris nach dem Schwimmausstieg am Langener Waldsee

Unter dem Motto „Der längste Tag des Jahres“ verspricht der Organisator eine Triathlon-Veranstaltung der Superlative. Und er sollte recht behalten. Denn zu diesem Zeitpunkt, gut zwei Stunden nach dem Startschuss, starrten Zigtausende Augenpaare wie gebannt hinaus auf das glatte Wasser. Noch weit entfernt und mehr zu erahnen als wirklich zu sehen, kämpft sich dort der letzte Triathlet in Richtung Ufer. In langsamen Schwimmzügen bewegt er sich vorwärts. Einen Arm nach dem anderen. Bewegungen fast wie in Zeitlupe. Rhythmisch, aber langsam. Sehr, sehr langsam. Wird ihm diese Langsamkeit am Ende zum Verhängnis werden? […] Jahre später, als die Idee zu diesem Buch gereift war, stellte ich den von mir interviewten Sportlern immer wieder die Frage: „Zu welchem Zeitpunkt begann deine Leidenschaft für den Extremsport? Gab es ein einprägsames Erlebnis, einen Fernsehbeitrag oder ein bestimmtes Buch, das du darüber gelesen hast?“

 

Iris auf der Laufstrecke beim IRONMAN Frankfurt

Denn sehr oft dachte ich daran zurück, dass sich mein Leben genau ab diesem Augenblick, beim Anblick dieses Triathleten, der in seinem Alter den Sieg über die Zeit und die körperliche Leistungsfähigkeit errungen hatte, grundlegend geändert hat. Denn in diesem Moment sah ich eines ganz klar vor meinen Augen: Im kommenden Jahr werde ich wiederkommen. Aber nicht als einer der zahlreichen Zuschauer, sondern mittendrin im Feld dieser faszinierenden Athleten, die diese schier unvorstellbaren sportlichen Leistungen vollbringen – egal in welchem Alter. Und somit war sie geboren: meine ganz persönliche Faszination für das Thema „Extremsport“. Und ich für meinen Teil kann meine Eingangsfrage seitdem ganz klar mit einem „Ja“ beantworten: Ja, Extremsport IST ansteckend!“ […]

Auszug aus: „Bis ans Limit – und darüber hinaus. Faszination Extremsport“

 

Ja, Extremsport IST ansteckend!

…und zwar so ansteckend, dass ich ein Jahr später tatsächlich meinen ersten Ironman in Frankfurt – und in der Folge – zahlreiche Ultraläufe finishte. Und immer stärker reifte der Gedanke in mir: Wenn mir der Extremsport so viel gab und ich durch die Geschichten anderer Extremsportler so viel Energie ziehen konnte, warum sollte dies nicht auch andere Menschen motivieren – egal ob (Extrem-)Sportler oder nicht?

Buch-Autorin:

So wurde die Idee zu meinem ersten Buch „Bis ans Limit – und darüber hinaus: Faszination Extremsport“ geboren, dem in der Folge noch viele weitere spannende Buchprojekte folgten.

Lauftrainerin:

Aber nicht nur das: Ich ließ mich vom Hessischen Triathlon Verband zur Triathlon-Trainerin ausbilden und betreue seitdem Sportler im Personal Training bei der Ausübung ihrer Leidenschaft.

Extremsportler-Vermittlung und Organisatorin des Extremsport-Tages in Frankfurt:

Aber auch die Vermittlung der Begeisterung zur Faszination des Extremsports habe ich weiterentwickelt. So vermittle ich in der Kooperation Fitness@Business national und international bekannte Extremsportler für Veranstaltungen und Events und organisiere den Extremsport-Tag in Frankfurt, der einmal jährlich zugunsten der Deutschen Stammzellspenderdatei stattfindet.

Iris Hadbawnik beim Triple Ultratriathlon in Lensahn

Genau 10 Jahre später finishte ich 2015 den Triple Ultratriathlon in Lensahn

Genau 10 Jahre nach meinem ersten Ironman in Frankfurt erfüllte ich mir einen weiteren sportlichen Traum: den Triple Ultra-Triathlon in Lensahn. Sprich die dreifache Ironman-Distanz. Hier galt es die Distanzen von 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen nonstop zu bewältigen. Und was soll ich sagen, es war ein grandioses Erlebnis, dies gemeinsam mit meinem Team realisieren zu können!!

Wer Interesse hat – hier gibt es den vollständigen Bericht vom Triple Ultra-Triathlon.