Posted by on 8. April 2021

Motivationshilfen gegen die 12 geläufigsten Ausreden eines Laufanfängers

Kennst du das? Im Leben eines Läufers gibt es immer wieder Phasen, in denen das Laufen keinen Spaß macht, der Gedanke aufkommt, „das hat doch alles keinen Sinn“ oder einfach die Motivation fehlt, rauszugehen und loszulaufen. Immer wieder höre ich ähnliche Aussagen, wie und warum das Laufen zur Qual wird, und warum man lieber nicht rausgehen möchte…

1) „Weil ich zu schnell außer Atem gerate.“

Versuche, langsamer und entspannter zu laufen.

2) „Weil ich langsamer als andere bin.“

Kümmere dich nicht um die anderen, konzentriere dich rein auf dich, und bleibe in deinem Takt. Du wirst sehen, dass sich – auch ohne es zu forcieren – im Laufe der Zeit dein Tempo erhöht.

3) „Weil Muskeln, Gelenke, Bänder und Sehnen schmerzen.“

Gönne dir unbedingt eine Ruhewoche, und lies in meinem Buch „Laufen lieben lernen“, wie du an deiner Lauftechnik arbeiten kannst – eine gute Technik schont die Gelenke.

4) „Weil das Wetter schlecht ist, zu warm, zu kalt, zu nass, zu windig,…“

Laufen kann man bei (fast) jedem Wetter. Kleide dich den Bedingungen entsprechend, und passe deine Laufintensität an. Bist du erst einmal draußen, wirst du feststellen, dass es gar nicht „so schlimm“ ist, wie es zunächst von drinnen aussah.

5) „Weil es zu dunkel, zu früh oder zu spät ist.“

Ist es draußen dunkel oder dämmrig, dann suche dir beleuchtete Laufstrecken oder nutze eine Stirnlampe. Laufe aber immer nur dort, wo du dich auch sicher fühlst, wo genügend Menschen unterwegs sind und ein guter Untergrund vorhanden ist. Oder aber suche dir eine Laufgruppe, mit der du in der dunklen Jahreszeit unterwegs sein kannst.

6) „Weil ich der Meinung bin (z.B. durch Lehrer), schon immer unsportlich gewesen zu sein.“

Und? Was kümmert es dich, welcher Meinung dein Lehrer möglicherweise vor Jahrzehnten war? Auch ich selbst war eine Niete im Schulsport und absolviere heute mit Freude Ultraläufe oder Triathlons. Das hätte mit Sicherheit keiner meiner Lehrer je erwartet.

7) „Weil der Ruf der Couch stärker ist.“

Arbeite nach dem Belohnungsprinzip, und überlege dir, womit du dir nach dem Laufen etwas Gutes tun kannst.

8) „Weil ich Wichtigeres zu tun habe, das keinen Aufschub duldet.“

Das kenne ich z.B. von meiner Steuererklärung. Man schiebt sie ewig vor sich her, bis das schlechte Gewissen immer stärker wird. Dagegen hilft nur eines: einfach anpacken – und zwar am besten sofort, ohne groß darüber nachzudenken. Der Spaß kommt dann mit dem Tun.

9) „Weil ich keine Fortschritte sehe.“

Bleib dabei, und überprüfe erneut die Geschwindigkeit deiner Laufeinheiten. Läufst du in einem Tempo, in dem du locker reden kannst?

10) „Weil ich keine Zeit habe, da ich beruflich oder familiär zu sehr eingebunden bin.“

Versuche, das Laufen in deinen Alltag zu integrieren. Wenn du lange im Büro bist, überlege dir, am Morgen oder in der Mittagspause zu laufen, oder nutze den Heimweg als Laufeinheit. Wenn du zwischen Sport und Familie hin- und hergerissen bist, dann versuche, sie mit einzubinden, z.B. mit einem Babyjogger oder lass dein Kind/deinen Mann mit dem Rad neben dir her fahren, während du läufst.

11) „Weil ich schlecht drauf oder depressiv bin.“

In diesem Fall gibt es wirklich nichts Besseres, als rauszugehen und dir den Frust von der Seele zu laufen. Lauf dich frei!

12) „Weil meine Brüste, mein Po oder mein Bauch wackeln/zu groß sind.“

Achte auf die richtige Kleidung: Ist die Unterwäsche (Base Layer) eng genug, um zu stützen? Greife hier ggf. auf Kompressionskleidung zurück. Wähle die zweite Schicht weit genug, um Problemzonen zu kaschieren.

Und weiter…?

Welche Punkte fallen dir noch ein? Und welche Strategien hast du, um diesen entgegenzuwirken? Schreibe sie für dich nieder, damit du immer wieder nachschlagen kannst, wenn es nötig wird!

Viel Spaß – und always keep on running!

Laufen lieben lernen: Motivationshilfen gegen die 12 geläufigsten Ausreden eines Läufers